Bionomialverteilung mit dem GTR 

Beispiel 

Ein idealer Würfel wird 100 mal geworfen. Mit welcher Wahrscheinlichkeit fällt die 6

  1. höchstens 15 mal
  2. mehr als 25 mal
  3. mindestens 15 mal und höchstens 25 mal

Lösung mit Funktionen , Tabellen und Listen

Tabelle erstellen mit der Binomialverteilung 
Variable n mit 100 und p mit 1/6 belegen und eine Tabelle von 0 bis 100 erstellen lassen

Die Binomial-Koeffizienten findet man unter [OPTN] PROB (F4) nCr (F3)

Die Wertetabelle wird in Liste 1 und 2 übertragen

   
Die Teilsummen von Liste 2 in Liste 3 ablegen
Die Lösung zu Teil a kann nun in Spalte 3 abgelesen werden (P = P(X<=15) = 0,388)
Spalte 4 mit 100 Plätzen einrichten und mit einer 1 füllen
Die Differenz von Spalte 4 und 3 berechnen und in Spalte 5 ablegen
Die Lösung zu Teil b kann nun in Spalte 5 abgelesen werden P = P(X > 25) = 0,0119
Die Lösung zu c ): P(15 <=X >=25) = P(X<=25) - P(X<=14) = 0,988 - 0,701  (aus Spalte 3)  

Lösung mit den Statistikfunktionen (STAT-Mode)

Auch ohne Listen kann man solche Fragen beantworten:

Lösung für a) Bcd mit x=15, n=100 und p = 1/6 liefert p=0,38765

Lösung für b) Wie oben mit x=25 liefert p=0,98812. Die Differenz zu 1 liefert die gesuchte Wahrscheinlichkeit p=0,01188  
Lösung für c) Berechnung für x=25 und x= 14 und Differenzbildung liefert p=0,98812 – 0,28742 = 0,7007  

Erstellung von Listen zur Binomialverteilung

 
RUN-Modus :

In die Tabelle 1 die Zahlen von 0 bis 100 schreiben

[OPTN]  LIST Seq (F5)

Syntax :

Seq(Formel, Variable, Anfang, Ende, Schrittweite)

STAT-Modus :

DIST (F5) und dort die Binomialverteilung BINM [F5] wählen

 
Bpd [F1] berechnet P(x)
Bcd [F2] berechnet P(0)+P(1)+...+P(x)

Es entstehen dadurch schnell die oben beschriebenen Listen
Im STAT-Modus lassen sich auch einfache Grafiken der Wahrscheinlichkeitsverteilungen erstellen
Hier die Verteilung P(X = x)
und hier die summierte Verteilung P(X <= x)
Beispiel : Zwanzig Würfel werden geworfen. Mit welcher Wahrscheinlichkeit erhält man mindestens 3 aber höchstens 7 Mal die Zahl 6 
Lösung : Gesucht ist p = P(3)+P(4)+...+P(7)STAT-Menu :Schreibe die Zahlen 3, 4, 5, 6 und 7 in Liste 1
Wende die Funktion Bpd auf Tabelle 1 an
Summiere im RUN-Modus die Ans-Tabelle
Beispiel : Berechne den Erwatungswert mit Hilfe der Summendefinition an verschiedenen Beispielen und überlege eine einfache Formel für den Erwartungswert einer binomialverteilten Zufallsvariablen X. (entdeckendes Lernen)

Lösung :

 

In die Liste 1 schreiben wir die Zahlen von 0 bis 120 mit Schrittweite 1  

Seq(Formel, Variable, Anfang, Ende, Schrittweite)  

Dann berechnen wir im STAT-Menu die Wahrscheinlichkeiten P(X=k) für die ganze Liste 1
Wir erhalten die Werte im Antwortspeicher  

wir wechseln ins RUN-Menu  

Dieser wird zunächst in Liste 2 kopiert  

Liste 1 wird mit Liste 2 multipliziert und in Liste 3 gespeichert  

Die Summe aller Listenelemente aus Liste 3 wird berechnet  

Der Erwartungswert ist 20  

Hier sieht man die Einträge in die drei Listen  
Beispiel : (Bestimmung der Wahrscheinlichkeit p) Bei der Produktion von Keramikvasen ist eine zufällig aus der Produktion entnommene Vase mit einer Wahrscheinlichkeit p fehlerfrei. Wie groß muss p mindestens sein, wenn von 50 geprüften Vasen mit 80 % Wahrscheinlichkeit mindestens 35 fehlerfrei sein sollen?
Lösung : Wir haben einen Bernoulli-Versuch mit n=50 vor uns. Gesucht ist P(X>=35) >=0,8

Wir formen um P(X>=35) = 1- P(X<=34) >= 0,8

Wir erhalten :  P(X<=34) <= 1-0,8 = 0,2

Den Wert können wir durch gezieltes Variieren von p ermitteln.  

Beispiel : (Bestimmung der Anzahl n von Versuchen) In einem Behälter befinden sich sieben weiße und drei rote Kugeln. Es werden mehrere Kugeln mit Zurücklegen gezogen. Wie viele Kugeln muss man Ziehen, damit die Wahrscheinlichkeit für genau 5 rote Kugeln maximal wird ?
Lösung : Wir haben einen Bernoulli-Versuch P(X=5) mit p= 0,3 vor uns. Die Anzahl der Wiederholungen n ist unbekannt. 

1. Variante : durch gezieltes Variieren von n und Vergleichen der Ergebnisse.

 

2. Variante : im Graph - Modus mit der Trace-Funktion tastet man die Werte ab. 

Hinweis : Die Zeichnung funktioniert nur bei bestimmten Fenstergrößen, da der Binomialkoeffizient XC5 nur für ganzzahlige Werte von X definiert ist und dies nur bei geeigneten Schrittweiten in x Richtung der Fall ist. 

Die Maximumsuche funktioniert hier nicht

 

3. Variante: Im Menu TABLE vermeiden wir die Problematik mit der Schrittweite. Wir lassen eine Tabelle von 5 bis 20 mit der Schrittweite 1 erzeugen. und können dann das Maximum leicht an der Tabelle oder an der damit erstellten Grafik ablesen
Fenstereinstellung hier : 


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