
Helga Heilbronner, unsere neue Schulleiterin |
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Man merkt es gleich: Frau Heilbronner liebt diese Schule, "ihre" Schule, die Schüler, die Lehrer, die Stadt. Kein Wunder, denn sie ist in Langenau aufgewachsen. Sie ist hier in den 60er-Jahren zur Schule gegangen - damals als sie noch ein kleines Progymnasium war. Das Abitur hat sie dann am Ulmer Mädchengymnasium (heute Hans und Sophie Scholl-Gymnasium) gemacht, in Tübingen Englisch und Sport studiert, ein Auslandssemester in Nordwales eingelegt, in Rottweil und Spaichingen ihre Referendarzeit absolviert. Aber dann wollte sie zurück in ihr geliebtes Langenau. In der Zwischenzeit hat sie zwei erwachsene Kinder. Und sie ist die erste Frau, die dieses groß gewordene Gymnasium leitet. Leicht ist das bestimmt nicht. Sie muss für über 70 Lehrer, für Referendare und Praktikanten eine gute Beraterin sein. Sie muss dafür sorgen, dass etwa 1000 Schüler sich wohl fühlen, gern lernen und mit einer guten Bildung für das Leben vorbereitet werden. Aber in dieser bildungspolitisch stürmischen Zeit der Umstellung aufs achtjährige Gymnasium muss sie vor allem eine gute, durchschaubare Organisation bieten und für Neues aufgeschlossen sein. Es müssen neue Fortbildungsstrukturen eingeführt werden, die Kontingentstundentafel muss überarbeitet werden, neue Formen der Stundenplangestaltung angedacht, die Selbstevaluation als eine Form der Qualitätssicherung fortgeführt werden, bis dann in einigen Jahren die Fremdevaluation kommt. Sie ist sich sicher, dass das Robert-Bosch-Gymnasium dann gut abschneiden wird. Mit einer Methodenschulung werden neue Arbeitsmethoden für die Schüler eingeführt: und mit der Gleichwertigen Feststellung von Schülerleistungen (GFS) werden Schüler an wissenschaftliches Arbeiten herangeführt. Und schließlich geht es um viele Kleinigkeiten, die den Schulalltag regeln. Die Schule muss funktionieren. Die Lehrer will sie motivieren und sie will ihnen viel Freiraum lassen, so dass sie sich engagiert für die Schule einbringen und ihren Beruf gern ausüben. Diese positive Einstellung wird sich dann auch auf die Schüler übertragen.
Das Wichtigste, so Frau Heilbronner, ist aber, dass die Schüler gut betreut werden. So kümmert sich nicht nur der Klassenlehrer, sondern möglichst ein Klassenlehrerteam intensiv um die Klasse und jeden einzelnen Schüler. In der Mittagspause helfen Schüler und ein Lehrer jüngeren Schülern bei den Hausaufgaben. Und ältere Schüler begleiten die jüngeren als Mentoren. Schüler sollen aber auch zu rücksichtsvollen und verlässlichen Persönlichkeiten werden, richtig erzogen werden, Lehrer sollen eingreifen bei Fehlverhalten und nicht resignierend wegschauen. Frau Heilbronner hofft besonders in diesem Punkt auf eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern. Nur wenn Eltern und Schule zusammenarbeiten, können die Schüler wirklich gefördert werden.
Effi Schweizer | |