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Das Lonetal - nationaler Geotop

Für die Freunde des Gymnasiums hielt Günther Krämer einen Vortrag über das Lonetal und die Nat-Working AG des Robert-Bosch-Gymnasiums. Unterstützt durch eine PowerPoint-Präsentation zeigte er die Vielseitigkeit des Lonetals.

Für seine Vielzahl an Geotopen wie Höhlen und Aufschlüssen wurde es 2006 von der Akademie für Geowissenschaften zu Hannover mit dem Prädikat "Nationaler Geotop" ausgezeichnet.

Die Nat-Working AG schlug mit einem schriftlichen Antrag die Aufnahme des Lonetals in die Liste der 77 bedeutendsten Geotope Deutschlands vor.

Dies ist nur eins von vielen Projekten der AG.

"Zur Zeit arbeiten wir mit viel Eifer an drei Projekten gleichzeitig: An einem Computerterminal und einer Zeittafel für eine Lonetal-Infostelle in Lindenau und an Karstmodellen der Schwäbischen Alb für verschiedene Museen.

Unser nächstes Projekt wird die Erschließung der von uns freigelegten Ballendorfer Sandgrube sein."

Daniel Küther, Julian Hänßler, 10a

Die Lone vor 70 Millionen Jahren:
  • Das einstige Jurameer zieht sich zurück und die Erdoberfläche wölbt sich großflächig auf.
  • Abfließende Wassermassen bilden riesige Flusssysteme aus, darunter auch die Urlone.
  • Das Quellgebiet lag vermutlich im Schwarzwald.
  • Die damalige Lone mündete weit im Süden, am heutigen Alpenrand, in die Tethys.
Von allen württembergischen Flüssen ist wohl die Lone der interessanteste. Zunächst weil sie gerade im Begriff ist, als Fluss aufzuhören und ein Trockental zu hinterlassen; so ist sie ein Musterbeispiel für die Verkastung. Dann aber weil wir ihre frühere Geschichte weitgehend entschleiern können. Sie muss einst ein großer Teil des mittleren Neckarlandes entwässert haben; sie war Mittel- und Obermiozän einer der größten württembergischen Flüsse überhaupt.

Verkarstung: Wasser und Kohlendioxid lösen Kalkstein auf und erweitern Risse im Gestein zu Klüften und Höhlen. Es bilden sich Karsthohlformen. Das Oberflächenwasser versickert (Karstwasser) im Untergrund. Der aufgelöste Kalk kann wieder ausgeschieden werden.

Daraus entstehen Karstvollformen, z. B. Tropfsteine oder Kalktuff (Wiesenkalk im Donauried). Karstlandschaften sind charakterisiert durch den Karstformenschatz, durch Armut an Oberflächengewässern und durch die unterirdische Entwässerung. Das Lonetal ist ein Musterbeispiel dafür.


Robert-Bosch-Gymnasium Langenau - 23.03.2007
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