3 einfache Schaltungen mit dem IC 555

 

Sensortaste

Die Sensortaste kann als die einfachste Grundschaltung mit dem Timer 555 bezeichnet werden, bei der nur 5 Anschlüsse belegt werden. Dort wird die Eigenschaft als Schaltverstärker benutzt.

Pin 8 wird am Pluspol der Stromquelle angeschlossen, Pin 1 am Minuspol. Die Leuchtdiode brennt, wenn gleichzeitig Pin 1 und Pin 2 mit dem Finger berührt werden. (Sensortaste)  Verbinden wir Pin 4 mit dem Minuspol, wird die Schaltung in ihre ursprüngliche Lage versetzt. Dieses Reset-Signal hat Vorrang vor dem Trigger-Signal.

Aus dieser Schaltung lassen sich noch andere Kleingeräte ableiten:

  • Durch den Anschluss von zwei langen Drähten an Pin 1 und Pin 2, die dann in einen Flüssigkeitsbehälter ge­führt werden, entsteht ein Füllstandsanzeiger.

  • Auf die gleiche Weise kann auch ein Feuchtigkeitsmelder gebaut werden.

  • Durch den Anschluss eines Kugelschalters entsteht ein Erschütterungsmelder.

  • Weitere Einsatzmöglichkeiten sind Einbruchsicherungen, Kontroll- oder Warnanlagen für unterschiedlichste Aufgaben.

 

Regelbare Ausschaltverzögerung 

(Monoflop )

Zusätzliche Bauteile : Poti P = 1 MW (als verstellbarer Widerstand geschaltet);  R1 = 1 kW (Schutzwiderstand); C=100 µF; Taster zwischen Pin2 und Minuspol.  Den Rest der Schaltung von oben können wir weiter verwenden. 

Funktionsbeschreibung

Unsere Ausschaltverzögerung wird in der Fachliteratur als monostabile Kippschaltung oder als Monoflop bezeichnet. Die Schaltung kann in zwei Betriebszustände versetzt werden: Ruhephase und Arbeitsphase. Während in der Ruhephase am Ausgang kein Signal auftritt, leuchtet die LED in der Arbeitsphase in einem genau definierten Zeitraum auf. Ausgelöst/angeregt wird die Schaltung durch ein Null-Signal. Es entsteht, wenn Pin 2 mit Masse verbunden wird. Dazu kann man auch einen Taster (statt der Sensortaste)  benutzen

Die Länge der Arbeitsphase wird durch die Zeit bestimmenden Bauteile Widerstand (R=Poti + R1) und Elko (C) definiert. Sie kann durch folgende Formel selbst errechnet werden : T = 1,1 R C

Beispiel : R = 50kW = 50 000W ; C = 100mF = 0,0001 F; Dann ist die Schaltzeit T= 1,1 50000 0,0001 s = 5,5s

 

Welche Funktion hat der Taster bei Pin 4 ?  Testen Sie selbst.

 

Blinkschaltung

 

Ein Impulsgenerator, produziert fortwährend Lichtimpulse mit einer bestimmten Frequenz. Die Frequenz wird durch die Werte der Bauteile R1, R2 und C bestimmt. Sind die Werte der Widerstände R1 und R2 klein (z.B. 1 kOhm), ist die Frequenz hoch (LED blinkt schnell!), werden die Werte vergrößert (z.B. 10 kOhm), verringert sich die Frequenz (LED blinkt langsam!). Ein hoher Elkowert (500 µF) ergibt ebenfalls eine niedere Frequenz, ein kleiner Elkowert (100 nF) erzeugt eine hohe Frequenz. Die Impulslänge und die Impulspause können zeitmäßig unterschiedlich gestaltet werden (durch verschiedene Widerstände R1 und R2 ).

Auch bei dieser Schaltung gibt es ein breites Feld, diese Gesetzmäßigkeiten und ihre Grenzen experimentell zu erfahren und mit Hilfe von Tabellen auszuwerten.

 

Mit dem Taster, der Pin 4 mit Minus verbindet,  können wir den Impulsgenerator stoppen oder wieder in Gang setzen, ohne das Gerät von der Batteriespannung ab­koppeln zu müssen.

 

Tongenerator

 Wird der Kondensator C verkleinert, so steigt die Blinkfrequenz an. Bei C = 0,47 µF ist f etwa 2000 Hz.

Man kann die Töne hörbar machen, wenn man an den Ausgang (Pin 3) Statt der LED einen hochohmigen Lautsprecher anschließt. (zweiter Anschluss an Minus)

 
Weitere Beispiele zu diesem Baustein   

http://www.dieelektronikerseite.de/

http://www.elektronik-kompendium.de/

http://www.kreatives-chaos.com/

 

 

 


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