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Vortrag von Dr. Herbert Schaden

Für Zeiss in Brasilien
Industrieerfahrungen in Südamerika

Brasilien, das ist Karneval, Fußball, die Copacabana und das weite Amazonasgebiet. Das ist aber auch Korruption, Armut, Drogenhandel und Kriminalität. 

Dr. Herbert Schaden, der 1980 am Robert-Bosch-Gymnasium das Abitur ablegte, hielt einen fesselnden Vortrag über Land und Leute, über die Wirtschaft, über Zeiss und die vielen Erfahrungen, die er im fünftgrößten Land der Welt machte.

Dr. Schaden ist bei Zeiss in der Mikroskopie tätig und hatte sich in Brasilien um den Vertrieb zu kümmern. Eine eigene Produktion hat Zeiss in Brasilien nicht. Der Gesamtmarkt ist in Brasilien eher klein, stellt aber hohe Ansprüche. Die Kunden sind Universitäten, Forschungsinstitute, medizinisch-analytische Laboratorien und Industriefirmen. Die 54 Angestellten und die 18 unabhängigen Repräsentanten sorgen nicht nur für den Vertrieb und Verkauf, sondern auch für den technischen Service und die Anwendungstechnik.

Brasilien, so berichtete Dr. Schaden, sei ein schwieriger Markt für den Import. Durch Währungsverluste und Importzölle würden die Waren verteuert und kosteten dort ein Vielfaches, die Importgesetze seien kompliziert und man kämpfe mit einer aufgeblähten Bürokratie. Dazu gebe es auch noch häufig Streiks der Zollbehörden. Eine eigene Produktion sei aber wegen der Bürokratie und den hohen Lohnnebenkosten, die sich durchaus mit den deutschen messen könnten, auch nicht unbedingt empfehlenswert.

Effi Schweizer

 


Robert-Bosch-Gymnasium Langenau - 14.10.2003 
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