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Ecuador ist ein Land, das vor allem durch seine schöne Landschaft, die Pflanzen- und Tierwelt beeindruckt. Claus Müller vermittelte dies mit fotografisch sehr gelungenen Dias. Der Veranstalter war wieder einmal der Verein der Freunde des Robert-Bosch-Gymnasiums. Claus Müller war dort 6 Jahre lang Lehrer an der Deutschen Schule in Quito, einer Stadt, in der sich aber auch Reichtum und Armut schmerzlich gegenüberstehen. Das neue Gebäude der Deutsche Schule steht auf einem riesigen Gelände mit vielen miteinander verbundenen Pavillons, einem Schultheater, einem Stadion, Schwimmbad, 9 Sekretärinnen, einem Heer von Hausmeistern, 2 Informatikern und einer Frau, die nur Kaffee kocht. Personal ist dort eben billig. Besonders gern fuhr die Familie Müller in den tropischen Regenwald, der eine Fülle exotischer, uns unbekannter Pflanzen und Tiere bietet. Wunderschöne Aufnahmen bot Claus Müller von Kaimanen, Affen, Papageien. Er zeigte aber auch das Leben der Indios dort und die abenteuerlichen Wanderungen durch den Urwald, in hohen Gummistiefeln durch den glitschigen Schlamm und ruhige Bootsfahrten den Rio Napo hinunter. An der ansonsten nicht besonders reizvollen Pazifikküste zeigten die Dias das bescheidene Leben der Indios, ihre Basthütten, das Leben mit Hühnern, Hunden und Schweinen; eine dürftige Schule, ohne Kreide, ohne Bücher, ohne Hefte. Dies waren Bilder, die den satten deutschen Betrachter nachdenklich machten. Die größte Attraktion, die Ecuador zu bieten hat, sind die Galapagos-Inseln mit ihrer zutraulichen Tierwelt aus Riesenschildkröten, Leguanen, Seeechsen, Seelöwen, Albatrossen, Blau- und Rotfußtölpel. Schon Darwin war gefesselt und entwickelte dort seine Evolutionstheorie. Herrliche Aufnahmen zeigten die Bergwelt, aktive und erloschene Vulkane, Felder, die in 4000 m Höhe noch mühsam bebaut werden. Die farbigen Indiomärkte, aber auch militante Indios, die Straßensperren aufgebaut haben. Effi Schweizer | |