| Lob der Disziplin - Vortrag und Lesung von Bernhard Bueb | ||
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Eingeladen von
der Buchhandlung Mahr und dem Verein der Freunde des Gymnasiums sprach Dr.
Bernhard Bueb, der 31 Jahre lang die Internatsschule in Salem geleitet
hatte, über seine Erziehungsgrundsätze und las aus seinem Buch Lob der
Disziplin. Eingeführt wurde er vom Schulleiter des
Robert-Bosch-Gymnasiums Dr. Herbert Birkenfeld.
Die Umwelt für unsere Jugend, so Bueb, sei geprägt von Sucht, Fernsehen, Internet, Auflösung aller Bindungen, Korruption und Geld als letzter sinngebender Instanz, wobei das Korrektiv der Religion kaum mehr existiere und es keine Hoffnung auf den Sieg des Guten mehr gebe. Die Jugendlichen lebten ohne Perspektive und könnten auch nicht mehr Verzicht leisten. Um dem entgegenzuwirken müsse die Persönlichkeit und der Charakter geformt werden, das Selbstwertgefühl und die Fähigkeit zum Widerstand gegen die Bedrohung der Außenwelt sollten gestärkt werden. Dazu müssten die Erzieher wieder als Autorität auftreten, klare Regeln erstellen und konsequent handeln, auch strafen. Jugendliche würden, sagte Bueb, aber auch von Gleichaltrigen erzogen. Deshalb müssten sie lernen, in der Gemeinschaft Verantwortung zu übernehmen, in der Schüler-Mit-Verantwortung oder bei der Arbeit bei der Feuerwehr, der Betreuung von Alten, Behinderten oder Asylanten. Man lerne nicht nur durch Belehrung, sondern auch durch Erfahrung. Beim Klettern, Kanufahren, Leben in der Wildnis lernten sie das Glück durch Anstrengung kennen, das - anders als Glück durch Fernsehen und Alkohol - beflügelt und sich wiederholen lässt. Diese Erziehung zu Mut, Fleiß und Verlässlichkeit erreiche man nur durch Disziplin. Bueb sprach sich für ein Ende der Diskussionskultur aus, der Erzieher müsse Autorität ausüben, Regeln erstellen, streng sein, entschieden Nein sagen und konsequent strafen. E.S. | |