Startseite: Termine: Fächer & AGs: Schüler & Lehrer: Ehemalige: SMV: Kontakt

Die 8b führt Schillers Wilhelm Tell auf

Ja, hier haben wir sie wieder… Die 8b.

Wie letztes Jahr schon (damals noch die 7b) hat die Klasse sich zusammen mit Herrn Dr. Schilling ein Theaterstück zu Herzen genommen, es einstudiert und am Ende, wie man das so macht, eben auch vorgeführt.

Ja, stellt euch das mal vor, sie haben es zustande gebracht, das Stück Wilhelm Tell aufzuführen! Respekt den Jungs und Mädels!

Ich habe mir das Ganze mal angeschaut… Okay, zugegeben, ich BIN in der Klasse, daher blieb mir wohl nichts anderes übrig, als mir das anzuschauen.

Da die Aufführung heute ist, berichte ich doch gleich mal ein bisschen davon.

Meine lieben Klassenkameraden sind größtenteils recht pünktlich, um auch um 18.00 anfangen zu können. (Wie gesagt, die Rede ist von meinen Klassenkameraden, nicht von mir…)

Na ja, ganz pünktlich beginnen wir wohl nicht (wer war denn der Schuldige?!), jedoch waren die Zuschauer, die zum Großteil aus Eltern und Lehrern bestehen, sehr gespannt, daher ist das nicht so schlimm.

Die erste Szene beginnt. Die Schauspieler, anfangs vier werte Herren, zeigen sich sehr souverän.

Sie können ihren Text, sie sprechen laut und deutlich. Super!

Die einzig stille "Person" ist eine zweibeinige Kuh, die bei ihrem "Hirten" steht. Na ja, okay, was soll sie auch groß sagen? Ihr Part ist es, mit der Kuhglocke zu läuten!

Die zweite Szene, der Bau der Burg Zwing Uri wird nun schon etwas komplizierter, da mehr Schauspieler auf der Bühne stehen… Trappt euch bitte nicht auf die Füße!

Aber auch diese machen ihre Sache sehr gut!

Oh nein, was sehe ich da? Da ist jemand umgekippt! War es die Nervosität?? Nein, glücklichweise nicht, es war nur Teil seiner Rolle. Wow, echt gut gespielt, ich hatte schon Angst um ihn!

Die dritte, und sicherlich sowohl für Publikum als auch Schauspieler schwierigste Szene, die Verschwörung der Schweizer gegen Österreich.

Mit den 5 Persönchen wollen die Leute sich gegen ein ganzes Land verschwören?

Ah, nein, da kommt der Rest noch…

Insgesamt drei verschiedene Völker verschwören sich gegen Österreich. Ob das auch gut geht? Vor allen Dingen haben sie den Tell nicht in ihrer Mitte, denn der ist ein Einzelgänger, der nur in der Not hilft.

Die vierte Szene, eine Liebesszene zwischen Berta und Rudenz. Wie toll die Akteure das machen! Sind sie denn wirklich zusammen, auch im richtigen Leben? Nein? Oh, das hätte ich nun fast vermutet!

Diese Hingabe für den Jungen, die Berta zeigt, ist wirklich unglaublich, das Mädchen hat bestimmt noch eine große Karriere vor sich! Aber auch ihr Rudenz ist sehr gut! Nur… Merk dir eins, Junge… Rede niemals einer Frau dazwischen, das war auch in diesem Falle nicht gut!

Jetzt, mit der fünften Szene, kommt der absolute Höhepunkt. Der Apfelschuss.

Nachdem Tell den Hut, der zum Prüfen des Gehorsams der Schweizer aufgehängt wurde, nicht gegrüßt hatte und stattdessen mit seinem Sohn einfach weiterlief, wurde er aufgehalten vom Gessler, dem fiesen Vogt.

Dieser wünscht einen Schuss auf den Kopf von Tells Sohn. Dort liegt ein Apfel, den Tell treffen soll.

Der Sohn Tells scheint ein wackerer mutiger Junge zu sein, denn ohne zu meckern stellt er sich vor einen Baum und wartet den Schuss ab. Wir, das Publikum, sind gespannt, der Nervenkitzel ist aufreibend.

Da! Der Apfel ist gefallen! Und ein Pfeil mittendurch!

Aber hoppla! Der Baum, der von einem Jungen der Klasse gespielt wird, hat da einen heilen Apfel verloren… War dieser zufällig noch auf dem Kopf, bis zum Schuss Tells?

Bestimmt wollten sie uns nur beweisen, dass alles noch heile ist, sowohl am Kind als auch am Apfel!

Die letzte und auch eine der spannendsten Szenen ist die Szene des Todesschusses.

Eine arme Frau und ihre Kinder legen sich Gessler und seinem Ross in den Weg, denn der Mann der armen Frau liegt im Gefängnis.

Sie will ihn retten, ihn aus dem "Knast" haben.

In diesem Moment wird Gessler von einem Pfeil getroffen. Die Jacke öffnet sich und… Oh mein Gott, was sehe ich da?! Blutflecken! Der Tell wird doch wohl nicht wirklich seine Rache ausgeübt haben am Gessler für den Schuss auf das Haupt des eigenen Kindes??

Doch, hat er wohl.

Wow, beeindruckende Schauspielerei, bei Gessler glaubt man wirklich, er würde sterben.

Da kommen auch schon fünf vermummte Gestalten, die sich als barmherzige Brüder herausstellen, auf die Bühne und… Höre ich richtig? Sie rappen ihr Lied für den Toten?

Da sehe ich Gegrinse und Gemurmel. Guter Gag, liebe 8b!

Tja, das war’s dann wohl…

Was ich noch erwähnen möchte:

Zwischen den Szenen spielt eine kleine Rahmenhandlung, da das Stück gekürzt und somit eventuell etwas schwieriger zu verstehen ist. Diese machen ihre Sachen natürlich auch sehr gut und wir danken für die Führung durch das tolle Stück!

Natürlich auch einen Dank an den lieben Herrn Schilling, der seine Zeit (und Tochter als Kuh) aufgeopfert hat!

Helen Häge, Kl. 8b


Robert-Bosch-Gymnasium Langenau - 12.06.2005
impressum