Die Klasse 6c gräbt ein Loch |
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Fotos: Loren Mäck, 6c Die Schüler haben eine Umfrage zum Thema Jugendstrafrecht in einigen, zufällig ausgewählten Klassen verschiedenster Jahrgangsstufen gemacht und im Matheunterricht ausgewertet und in Diagrammen dargestellt. Hier sind die Ergebnisse Link: Die Seite Deutsch auf der Homepage des Gymnasiums Langenau. |
Am Donnerstag, dem 15.7.2010 grub die Klasse 6c in der ersten und zweiten Stunde
ein Loch in der Lange Straße. Im Deutschunterricht bei Frau Gullo hatten sie
das Buch "Löcher" von Louis Sachar gelesen und ein Lesetagebuch dazu gestaltet.
Im Buch geht es um Stanley, der einer Straftat beschuldigt wird und deshalb in
ein Boot Camp kommt. Dort muss er jeden Tag in nahezu unaushaltbarer Hitze ein
Loch mit einem Durchmesser und einer Tiefe von 1.50m graben. Das veranlasste
die 27 Schüler große Klasse dazu, ein Loch in gleichen Ausmaßen zu graben. Die
Umbauarbeiten in der Lange Straße in Langenau erschienen allen als geeigneter Ort.
Frau Lormes, die Klassenlehrerin der 6c, hatte Wochen zuvor einen Termin mit dem
Bauleiter vereinbart.
Zunächst traf sich die Klasse mit Frau Lormes gemeinsam im Schulhaus, dann gingen sie gemeinsam zur Lange Straße. Als sie dort ankamen wartete Frau Gullo bereits auf sie. Der Bauleiter stellte der Klasse zunächst acht Schaufeln und eine Stelle vor einem Haus, an der das Loch entstehen durfte, zur Verfügung. Die ersten Schüler begannen eifrig zu graben, doch die Arbeit erwies sich schnell als mühsam und schwer. Frau Gullo und Frau Lormes beaufsichtigten die Arbeit und sorgten dafür, dass sich die Schüler mit Graben abwechselten. Die vielen Steine und Wurzeln im Boden erschwerten das Graben sehr, doch zum Glück der Schüler war es nicht so heiß wie bei Stanley, es war kühl und leider regnete es zeitweise. Als sie das Projekt wie vorausgesehen aus Zeitgründen abbrechen mussten, waren sie ungefähr 15cm weit gekommen. Freundlicherweise übernahm ein Baggerfahrer das Ausheben des restlichen Loches. Ein bisschen des Zuschüttens übernahmen die Schüler, den Großteil aber der Baggerfahrer. Alle machten sich auf den Weg zurück zur Schule und kamen rechtzeitig zur großen Pause dort an. Verena Folusewytsch Schülerstimmen: Nach dem Graben fiel den Schülern auf, dass ein Loch zu graben harte Arbeit ist und dass
es in dem Buch "Löcher" unrealistisch ist, dass die Kinder jeden Tag ein Loch von dieser
Größe graben. Trotzdem hat es ihnen viel Spaß gemacht, es zu versuchen. Ihr denkt vielleicht , dass 15cm nicht viel sind, aber das ist genug und es war sehr
anstrengend. Mit dieser Aktion konnte man sich sehr in die Rolle von Stanley hineinversetzen. Uns fiel auf, dass es schwer ist und es sehr tief ist, obwohl es sich nicht nach viel anhört! Am Schluss wurde uns klar, dass wir das niemals alleine geschafft hätten. Außerdem
finden wir, dass es eine sehr harte Bestrafung ist. Ich fand, es war mal etwas anderes als nur im Klassenzimmer rumzusitzen. Es war schön und interessant zu sehen, wie Stanley sich gefühlt hat. Es war interessant zu sehen, wie Stanley sich gefühlt hat. Es wäre besser gewesen, wenn es nicht geregnet hätte. Das Projekt ermöglichte uns, zu sehen wie schwierig und mühsam Stanleys Aufgabe war.
Auch Stanleys Gefühle und Gedanken konnte man so besser nachvollziehen. Natürlich konnte
man Dinge wie zum Beispiel die Hitze nicht nachstellen, aber, wir glauben, es brachte
viele zur Erkenntnis, dass das Loch größer war als sie sich vorstellen konnten. | |