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Hermann Vinke liest aus seinem Buch über den Briefwechsel zwischen

Sophie Scholl und Fritz Hartnagel

Fritz Hartnagel war ein Durchschnittsmensch und gerade deshalb geeignet, Schülern die Schrecken des Dritten Reiches nahe zu bringen. Nur kurze Zeit, nachdem er als einer der Letzten verletzt aus der Hölle von Stalingrad ausgeflogen worden war, musste er erleben, dass seine Verlobte Sophie Scholl vom Naziregime, dem er einst als begeisterter Soldat gedient hatte, hingerichtet wurde. Kein Wunder, dass er sich später der Friedensbewegung angeschlossen hat.

Hannelore Richter, Deutschlehrerin am Robert-Bosch-Gymnasium ergriff die Gelegenheit, als sie hörte, dass Hermann Vinke, der Autor von „Das kurze Leben der Sophie Scholl, nach Ulm kommt, um sein neues Buch vorzustellen, und zusammen mit der Buchhandlung Mahr bat sie ihn, eine Lesung vor den Schülern aller Klassen 10 des Langenauer Gymnasiums zu halten. Anlass zu diesem Buch war, dass nach dem Tod von Fritz Hartnagel, seine Frau Elisabeth ihm etwa 2000 Briefe übergeben hatte, Briefe von Sophie Scholl an ihren Verlobten und ihre Schwester Elisabeth.

Die Schüler waren beeindruckt. Sie hatten schon die ganze Veranstaltung eingeleitet mit einem zum Nachdenken anregenden Gedicht über den Widerstand, und am Ende zeigten ihre Fragen, wie sehr sie das Thema beschäftigte, so z.B. fragten sie, wie Elisabeth sich fühlte, als sie den Verlobten ihrer hingerichteten Schwester heiratete.

Sie interessierten sich aber auch für den Autor Hermann Vinke. Sie fragten, warum er sich für das Dritte Reich und den Widerstand interessiert, was ihn an Fritz Hartnagel fasziniert habe, wie lange er recherchiert habe. Und es kamen auch Fragen zu seiner beruflichen Karriere als Journalist.

Effi Schweizer


Robert-Bosch-Gymnasium Langenau - 14.03.2005
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