„Erzähl mir was vom Tod“

 

„Erzähl mir was vom Tod“- dieser Aufforderung kamen SchülerInnen der 9. Klassen mit ihren beiden Religionslehrkräften Rigo Baumann und Daniela Wittendorf nach und wagten sich auf eine Reise vom Diesseits ins Jenseits.

Auf vielfältige Weise konnten sich die Teilnehmer der Sonderausstellung im Kindermuseum Neu- Ulm mit dem Tabuthema Tod auseinandersetzen. Frei nach dem Motto „Anfassen und Ausprobieren“ wurden den SchülerInnen durch die Museumspädagogen im Haus zunehmend die Hemmungen genommen über das Thema Tod zu sprechen.

Ob Probeliegen im Sarg oder hören eines Märchens, den Rauminszenierungen schienen keine kreativen Grenzen gesetzt.

Auf zwei Ebenen konnten sich die SchülerInnen frei bewegen und je nach Interesse in unterschiedlichen Gängen des Labyrinths verweilen. Frei gestellt war hierbei die Reihenfolge, denn die Ausstellung verzichtete bewusst auf eine lineare Führung und ermöglichte so eine individuelle Auseinandersetzung. Einige SchülerInnen wählten das „Wohnzimmer der Erinnerung“ während andere gleich das „Labor der Unsterblichkeit“ besuchten und ihren eigenen Unsterblichkeitstrank mischten.

Einzelne Räume wurden gemeinsam besucht und mit den Museumspädagogen reflektiert. So der Raum „Großvater geht“, der auf sehr bewegende Weise den Fotoessay von Georg Pöhlein inszeniert und Bilder des sterbenden Großvaters zeigt- ein Anstoß über die eigene Vergänglichkeit nachzudenken.

Auch im gemeinsamen Abschluss, dem „Paradiesgarten“, wurde die menschliche Vergänglichkeit thematisiert: Ein 1300 Jahre altes Skelett inmitten des Raumes dokumentiert den Verfall des menschlichen Körpers. Auf Zettel konnten die SchülerInnen ihre Auffassung davon aufschreiben, was am Ende eines Lebens bleibt und auf uns wartet.

Über eine Zwischentür verließen wir nach knapp 2 Stunden das „Jenseits“ voller bewegender Eindrücke und begaben uns zurück ins „Diesseits“.

 

 

 

Daniela Wittendorf

 
 
 


Robert-Bosch-Gymnasium Langenau - 13.02.2012 
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