Leonce und Lena –  ein Lustspiel von Georg Büchner,  verfremdet, inszeniert und gespielt vom Kurs Literatur und Theater der OS2, 16. Mai 2012 im Pfleghof

Nachdem wir uns im Kurs mit Brechts Epischem Theater beschäftigt hatten, suchten die Schülerinnen und Schüler ein Stück, mit dem sie sich beschäftigen wollten. Die Wahl fiel auf Georg Büchners Lustspiel „Leonce und Lena“ von 1836.

Das Stück handelt vom melancholischen Prinzen Leonce aus dem Königreich Popo. Er soll die ihm unbekannte Prinzessin Lena von Pipi heiraten und die Regierungsgeschäfte von seinem Vater übernehmen. Leonce, den Überdruss und  Langeweile plagen, bricht nach Italien auf, um seinem Schicksal zu entgehen, zusammen mit seinem Freund, dem närrischen Philosophen und lebenslustigen Sinnenmenschen Valerio, der in allem wie sein Gegenstück erscheint.

Auch Prinzessin Lena flieht vor einer ungewollten Ehe ohne Liebe, begleitet von ihrer Gouvernante. Leonce und Lenas Wege kreuzen sich, sie verlieben sich ineinander, nicht wissend, wer der jeweils andere ist. Zuhause wartet der zu einem Marionettentheater verkommene Hofstaat auf das Brautpaar, um endlich das Hochzeitsfest zu begehen. Wie wird die Maskerade enden?

Leben in vorgeschriebenen Bahnen, die Frage, inwieweit Langeweile Voraussetzung für Kreativität sein kann, und die Figur des Narren waren die Themen, die uns am meisten interessierten und die Grundlage für eine  Inszenierungsidee bildeten.

In kleinen Gruppen zu zweit oder zu dritt entschieden sich die Schülerinnen und Schüler für eine Szene, die  dann mit den Mitteln der Verfremdung auf die Bühne gebracht werden sollte. Bühnenbild, Requisiten und Ablauf der Szene wurde jeweils selbstständig von den Schülern entworfen und inszeniert, Texte verändert oder ergänzt. Erstaunlich viele kreative Ideen wurden dabei umgesetzt. Bei der spielpraktischen Prüfung des zweiten Halbjahrs im April lag produktive Premierenspannung in der Luft!

Für die Präsentation am 16. Mai für die Schüler der 10. Klassen wurden die Einzelszenen durch eine epische Erzählerin in der Rolle der Rosetta miteinander verbunden um das inhaltliche Verständnis zu erleichtern.

Eine gelungene Aufführung als schönste Belohnung für konzentrierte Arbeit!          D. Reuster

 















 


Robert-Bosch-Gymnasium Langenau - 17.05.2012 
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