Das sind wir:
Unsere
Ziele und Anliegen: Mit diesem Aushang startete die Bio AG im
Schuljahr 2010/2011 die neuen Aktivitäten: Bio – AG Was? Pflege
des Biogartens, Apfelsaftherstellung, Pflege der Pflanzen im Schulhaus. Gemeinsame
Unternehmungen und Aktionen, die das Wissen über
Natur und Umwelt erweitern. Wer? Motivierte
und naturinteressierte SchülerInnen aus Klasse 5 bis 13 Wann und W0? Freitagnachmittag
um 14 Uhr im Biogarten. Ansprechpartner? Fr. Dengler / Fr. Frisch Die Bio-AG hat sich zum Ziel gesetzt,
eine Streuobstwiese nachhaltig zu bewirtschaften,
Artenvielfalt zu pflegen und naturtrüben Apfelsaft ohne künstliche
Düngung der Bäume her zu stellen. Dazu kam
uns ein Angebot der Stadt vor einigen Jahren sehr entgegen. Unsere
Streuobstwiese:
.
Im Frühjahr werden die Bäume geschnitten
und das Schnittgut abtransportiert.
Wichtigste Aktivitäten sind im Herbst das
Ernten des Obstes und Herstellen von Apfelsaft.
Ferner pflanzten wir 6 neue Bäume alter Sorten. Wir haben uns für Hochstämme auf unserer Obstbaumwiese entschieden, da diese bei der Randlage unserer Wiese als Windbremse dienen, und zu unseren alten Obstbäumen passen, die ebenfalls Hochstämme sind.
Bäume
pflanzen: (Schülerbericht) Unsere Pflanzlöcher mussten so tief sein,
dass die Veredlungsstelle (das ist der dicke Knubbel am Stamm über der
Wurzel) nach dem Eingraben über
dem Boden lagen. Außerdem haben wir die Wurzeln vorsichtig
angeschnitten, dass die frisch gesetzten Bäume gleich richtig Wasser
aufnehmen konnten. Mit Humus und Wasser haben wir im Pflanzloch
einen fruchtbaren und feuchten Bereich geschaffen, darauf stellten wir
unsere Jungbäume, füllten das Loch auf , stampften den aufgefüllten Boden
fest und gaben ihnen als Stütze jeweils Pflanzpfähle dazu, die wir mit
einem großen Hammer tief in den Boden schlugen. Außerdem banden wir unsere
Bäume an die Pfähle an, wobei wir Sisal nahmen, den wir vorsichtig als
„8“ um den Baumstamm legten, dass unsere Jungbäume stabilen Halt haben
ohne dass sie Schaden an der Rinde nehmen. Alle beteiligten sich an dieser
Aktion
mit Feuereifer, da wir immerhin sechs Bäume setzen wollten, wobei wir immer
als Teams arbeiteten. Nur unsere großen Jungs können die Stützpfosten in
den Boden schlagen, da die Pfosten so lang sind, dass man für diese Arbeit
richtig Kraft braucht und auf eine Leiter steigen muss.
Der jeweils zweite im Team hielt die Leiter fest, der dritte sorgte
dafür, dass der Pfosten unten Halt fand. Unsere
Aktivitäten für Artenvielfalt (Schülerbericht) Die alten Nistkästen auf unserer Obstwiese
wurden von uns renoviert und ausgeputzt. Im Winter 2010 haben wir im
Kunstraum unseres Gymnasiums neue Nistkästen für unterschiedliche
Vogelarten unter der Anleitung von Herrn Bokranz gebaut. Es war für viele
von uns neu, selbst mit der Bohrmaschine Löcher vorbohren zu dürfen, die
Bretter glatt zu schleifen, die Teile richtig anzupassen… und wir haben
gar nicht gemerkt, wie die Zeit verging. Seither haben wir etliche neu gebaute Nistkästen
auf der Wiese angebracht. So finden auf unserer Wiese viele verschiedene Vögel
wie Staren, Meisen, Waldbaumläufer und auch Sperlinge Nistmöglichkeiten. Bio-AG Anfang März:
Heute haben wir, trotz kaltem Wetter, unsere
selbst gebauten Vogelkästen an den Bäumen unserer Streuobstwiese aufgehängt.
Und so sah unsere Wiese nach dieser Aktion
aus ...
Die Insektenvielfalt
auf unserer Insektenvielfalt Die Artenvielfalt unserer Wiese ist sehr groß und reicht von Hummeln, Bienen und Wespen über verschiedene Arten von Käfern bis hin zu Schmetterlingen jeglicher Art.
Insektenhotel
(Schülerberich Helen, Melissa, Tanjat) Um die verschiedenen Insektenarten noch mehr
anzulocken, und um gleichzeitig ein Befruchtung der Apfelbäume zu fördern
bauten wir in diesem Februar ein „Insektenhotel“: Dazu brauchten zunächst einmal alte
Schilfmatten.
Wir haben sie in lange, aber nicht breite Stücke
geschnitten und den äußeren Draht entfernt. Es ging schwer, in den
Handinnenflächen tat es teilweise weh, aber es blutete niemand. Danach
flochten wir zwischen den breiten Ästen Schilf durch. Zwei dicke
Stützpfeiler heben das Gestell mit dem ebenfalls aus Schilf
gemachten Dach. Wir freuen uns schon darauf beobachten zu können,
wie die Wildhummeln und die anderen Insekten sich in unserem Insektenhotel
einnisten und hoffen, dass sie sich wohlfühlen. Wir haben auch Eidechsen in der Nähe unserer
Wiese entdeckt:
Um diesen Tieren ein Chance zu geben,
sammelten wir alle Steine, die sich beim Pflanzen der Bäume finden ließen,
und bauten einen Eidechsenhügel auf. So hoffen wir, in diesem Sommer noch
mehr Eidechsen und andere wärmeliebende Kriechtiere eine Wohnung zu bieten.
Wie wichtig dieses Rückzugsgebiet für die
Tiere ist, wurde uns klar, nachdem das benachbarte Grundstück zum Baugebiet
erklärt wurde. Eine schöne Streuobstwiese eines Bauern wurde gerodet und
als Baugrund für Einfamilienhäuser genutzt. Wir hoffen, dass alle Tiere
von dort in unseren Garten ausgewandert sind. Hier kommen einige Beispiele für die
Pflanzenvielfalt
auf unserer Wiese und in unserem Schulgarten:
Die biologische Bedeutung unsere Wiese ist
sehr groß, da sie vielen Tieren und Pflanzen immer wieder Rückzugsmöglichkeiten
bietet. Wir lassen zuerst alles wachsen und gedeihen. Vor der Apfelernte
wird die Wiese abgemäht, um das Sammeln der Äpfel zu erleichtern. So können
wir sicher sein, dass der Samen von seltenen
Pflanzen nicht durch zu frühes Abmähen verloren geht. So können wir immer wieder Gäste
auf unserer Wiese entdecken: Das sind einige unserer Gäste auf der
Obstwiese: Turmfalke,
Distelfink, Siebenschläfer.
Auf unser Wiese gibt es immer was zu
beobachten:
und
Was
wir beobachten oder bearbeiten ist in unserer AG der Jahreszeit angepasst: Im
Winter sind im Schnee viele Tierspuren zu entdecken, z.B. von Hase, Reh und
Vögeln. Unsere Igel halten Winterschlaf, auch die Insekten sind nicht
unterwegs. Deshalb sehen wir nur wenige Tiere, wenn wir im Winter einen
Besuch auf der Wiese machen. Im Frühjahr kümmern wir uns wieder verstärkt
um unseren Schulgarten, der direkt an unserem Gymnasium liegt. Wir haben
dort ein kleines Gewächshaus, das wir in jedem Jahr neu anpflanzen. Im Jahr
2010 wuchsen dort ganz besondere verschiedenartige Tomatenpflanzen und natürlich
Salat und Gurken. Und in einem Beet haben wir Kartoffeln und
Zwiebel gesteckt. Diese Ernte ließen wir uns an einem Herbstnachmittag mit
frischem Kräuterquark schmecken. Die Kräuter dazu wuchsen in unserer Kräuterspirale
im Schulgarten. Da die Kräuterspirale bereits wieder einige
Jahre besteht, werden wir sie nach den Osterferien erneuern und durch neue
Kräuter ergänzen. Es gibt ja viele verschiedene Minzarten und wir wollen
sehen, wie der Tee aus unserem Garten schmeckt. Aktivitäten
im Herbst (Schülerbericht: von
Linda Lobermeier) Im Herbst stellen wir Apfelsaft her. Zuerst
fahren wir mit dem Traktor zu unserer Obstwiese und sammeln Äpfel.
Traktorfahren macht dabei riesig Spaß!! Das ergibt meistens einen Anhänger voll Äpfel.
Danach laden wir Apfelsaftkästen auf einen Anhänger und bringen sie zur
Mosterei in Göttingen.
In der Mosterei werden die Äpfel zuerst
gewaschen und dann zerkleinert. Der gewonnene Apfelsaft fließt durch ein Rohr in einen Tank. Von diesem Tank aus geht er zu den Abfüllstationen. Auf dem Weg dorthin wird der Apfelsaft auf mindestens 80°C erhitzt. An den Abfüllstationen füllen wir den heißen Apfelsaft in Flaschen und seit diesem Schuljahr auch in das bag in box System. Unsere jüngsten Kunden sind
Kindergartenkinder, die unseren Bio-Apfelsaft super lecker finden und so das
Apfelschorle selbst in Halbliterkrüge abfüllen können. Das gefällt den
Kindern, die so sehr selbständig sind und den Erzieherinnen gleichermaßen. Den Apfelsaft für unsere erwachsenen Kunden
füllen wir in Glasflaschen ab. Die vollen Kästen mit jeweils 12
Literflaschen spritzen wir danach ab und stellen sie wieder in den Anhänger.
Zurück an der Schule tragen wir die Kästen in unseren Bio-AG-Keller. Das
ist unser „Abschlusstraining“ am Abend, denn wir müssen die Kisten
gemeinsam sicher nach unten bringen und dort stapeln. Dort organisieren wir dann unseren Verkauf. Im Herbst 2010 hatten wir knapp 2000 l
selbst hergestellten Apfelsaft im Keller, den wir an insgesamt vier
Nachmittagen gesammelt, gepresst und abgefüllt hatten. Abschluss
unserer Mostaktion ist ein fröhliches Pizzaessen!
Wir versuchen auf verschiedenen Wegen
unseren Saft zu verkaufen. Eine Möglichkeit bietet die Vermarktung
an Kindergärten und an unsere Stammkundschft. Weiter bieten wir an Elternsprechtagen
unseren Saft an, um zum einen die Eltern auf unsere AG aufmerksam zu machen,
und um gleichzeitig wieder neue Kunden für den Apfelsaftverkauf zu
gewinnen. Wie
sieht im Moment unser Garten aus? Endlich kehrt der Frühling auf unserer Obstwiese ein. Es ist
erstaunlich, mit welcher Kraft die Bäume überall in Langenau zu treiben
beginnen. Die dicken Knospen zeigen sich seit zwei Wochen. Wir freuen uns,
dass wir bei unserem letzten Bio-AG-Treffen vor den Osterferien am 15.4.2011
sehen, mit welcher Pracht unsere Bäume zu blühen begonnen haben. Die ersten Bienen konnten wir auch bei ihrem Flug beobachten, so dass wir
hoffen, dass es im kommenden Herbst wieder eine wunderbare Apfelernte geben
wird. Unseren Siebenschläfer haben wir noch nicht wiedergesehen. Vielleicht
ist er auf Partnersuche unterwegs? Es gibt schon eifrige Vogelnestbauer, die lautstark ihr Revier
verteidigen. Im Frühjahr blühen viele Pflanzen auf unserer Wiese und im
Schulgarten. Am 15.4. haben wir folgende Beispiele
gefunden:
Die Bedeutung der Bio
AG … …….aus
der Sicht der Schüler Warum
bin ich in der Bio-Ag? (Schülerberichte) Tanja Hofstätter
Klasse 6a Ich
interessiere mich sehr für die Umwelt und Tiere, daher bin ich sehr gerne
in dieser AG. Ich
mag die Natur und arbeite gerne im Garten und mache das natürlich sehr gern
mit meine Freunden zusammen, die ebenfalls in der Bio-AG sind. Ich
finde es daher toll, dass wir auch einen Schulgarten haben, indem wir jedes
Jahr viele Pflanzen einpflanzen. Später
würde ich auch sehr gerne einen Beruf in dieser Richtung machen, weiß aber
natürlich noch nicht, ob das dann tatsächlich der Fall sein wird, aber
wenn man durch diese AG ein paar Vorkenntnisse hat, ist das bestimmt
hilfreich. Mir
ist es ebenfalls wichtig, Gutes für Natur und Tier zu tun. In
der Bio-AG arbeiten wir je nach Jahreszeit in verschiedenen Schwerpunkten: Wir
arbeiten in unserem Schulgarten, dort haben wir Beete und auch einen Teich
und ein Gewächshaus. Auch in den Sommerferien kümmern wir uns um den
Garten mit abwechselndem Gartengießdienst. Außerdem
pflegen wir unsere Streuobstwiese: Dort
kümmern wir uns um unsere Obstbäume, setzen Jungbäume, leeren die
vorhandenen Nisthilfen im Winter, hängen weitere Nisthilfen auf, die wir
selbst gebaut haben. Im Herbst ernten wir unsere Bäume ab, in mehreren
Wochen nacheinander, da die Äpfel unterschiedlich reif sind. Und aus
unserem geernteten Obst machen wir tollen Bio-Apfel-Saft und
Bio-Apfel-Birnen-Saft. Unsere
AG begrünt das Robert-Bosch-Gymnasium: Dazu
topfen wir die großen Pflanzen regelmäßig um, düngen und gießen sie. Im
Frühjahr 2010 haben wir einen großen Kakteengarten gebaut. Dazu haben wir
eine Annonce in der Zeitung aufgegeben und Pflanzen von Besitzern, denen sie
zu groß geworden waren, abgeholt. Helen
Schenk 6a Ich
bin in der Bio-AG, weil mein Traumberuf auch etwas damit zu tun hat. Später
will ich einmal Landschaftsarchitektin werden. Natürlich liebe ich Tiere
und Pflanzen. Mir gefällt es vor allem, wenn wir über Tiere reden. Außerdem
machen wir immer tolle Sachen, wie zum Beispiel Apfelsaft herstellen oder
die Streuobstwiese pflegen. Wir haben einen großen Garten. Dort stecken wir
Kartoffeln und Zwiebeln und säen Feldsalat ein. In einem kleinen Gewächshaus
haben wir Tomaten, großen Salat und Paprika. Früher,
als ich klein war, bin ich sehr oft an diesem Garten vorbeigelaufen. Dann
habe ich mir immer gedacht: „ In diese AG des RBGs will ich einmal.“ Ich
interessiere mich auch für die Umwelt. Einmal haben wir Mädchen Müll, den
die Schüler produziert haben, mit Handschuhen beseitigt. Die Natur mag ich
auch sehr gerne. Wir haben in der Nähe ein großes Ried. In dem fahre ich
gerne Rad oder Inliner. Oliver
Weizinger, 8c des Robert-Bosch-Gymnasiums Warum ich in der BIO-AG bin? Diese AG ist für mich, wie das Fach
Biologie. Da ich die Planzen – und Tierwelt mag und wir in der 8. Klasse
des G8 keinen Biologieunterricht haben, bietet sich mir diese tolle AG an.
Mir gefällt es, unseren Schulgarten in Ordnung zu bringen, unsere eigene
Apfelwiese in Stand halten. Von unserem geernteten Äpfeln machen wir in der
Mosterei Göttingen leckeren Apfelsaft, den wir dann verkaufen. Die Gewinne
benutzen wir für unsere Gärten oder für neue Geräte, aber auch für
Projekte unserer Schule. Wir haben mit den Energievertretern unserer Schule
einen Wasserspender finanziert. Ich finde die Projekte, die wir machen
einfach cool. Wir bauen für die Vögel Nistplätze und für die Insekten
eine Bruthilfe. Die Ausflüge sind, spannend. Was ich sagen kann ist, dass
die Unternehmungen sehr viel Spaß machen und sogar lehrreich sind.
Ausflug!
Wer arbeitet darf seinen Spaß haben! Auch der Spaß kommt nicht zu kurz: Wir
machen einen Ausflug ins Altmühltal! Es geht natürlich los mit einer Bahnfahrt
und anschließender Radtour. Ziel ist ein Klettergarten, in dem alle ihre
Kräfte messen können und sich gegenseitig unterstützen. Im Anschluss wird
gemeinsam gekocht.
Weitere
Ziele und unser großer Traum:
(Dieses Foto ist dem Angebot der Firma Wittenbauer
und Sotina GmbH entnommen) So könnte unser Traum aussehen. Wir
hätten gern eine kleine Windkraftanlage auf unserem Schulhaus. Zum einen
wollen wir eine ökologische
Energiegewinnung selbst erleben und fördern, andererseits haben wir Freude
daran, wenn wir als erste Gruppe unserer Stadt so innovativ sind und
uns das erarbeiten. Die
Schule liegt mitten in der Stadt und die Windkraftanlage
ist von daher sowohl ökonomisch, als auch pädagogisch interessant.
Eine Windkraftanlage kann an dieser Stelle hervorragend als Werbeträger
benutzt werden und Schüler und Bürger auf diese Form der Energiegewinnung
aufmerksam machen. Ferner bringt die Installation an einem öffentlichen
Gebäude ein hohes Interesse der Presse mit sich. Die
Kosten (ca. 15 000€) übersteigen bei Weitem unser Angespartes, dennoch
halten wir an der Idee fest und suchen Sponsoren für die Windkraftanlage. Da sie
uns und unser Aktivitäten jetzt kennengelernt haben, bitten wir um Unterstützung
für diese Aktion bitten. (Spendenbescheinigungen werden von der Stadt Langenau erstellt.) Mit
diesem Flyer wollen wir um Ihre Unterstützung werben:
| ||
| Robert-Bosch-Gymnasium Langenau -
06.10.2011 impressum |